Datum

07.11.2022

Uhrzeit

09:00 - 17:00

Eintägig / Mehrtägig

Eintägig

Psychopharmaka. Reduzieren? – Und wenn ja: Wie?

Ein Gespenst geht um in der Psychiatrie, das manche Profis aber auch Angehörige und einige Medikamentenhersteller zittern lässt, das Gespenst heißt: „Absetzen“. Nach Jahrzehnten der Medikalisierung psychischer Probleme regt sich in vielen Zusammenhängen Widerstand, was an Nebenwirkungen und fehlender Wirkung liegen kann, aber auch mit grundsätzlichen Zweifeln an der Wirkweise einiger Psychopharmaka auf seelisches Leid zu tun hat. Viele Psychiatrie-Patienten fühlen sich durch die (Neben-) Wirkungen ihrer Medikamente stark beeinträchtigt. Sie sind durchaus motiviert, diese abzusetzen, scheitern jedoch oft an der Durchführung, die meist sehr radikal
und im Alleingang erfolgt.
In diesem Kurs werden wir einen Überblick über den angegebenen und tatsächlichen Sinn von unterschiedlichen Psychopharmaka geben. Es sollen Einblicke gewährt werden in körperliche sowie seelische Prozesse während der Reduktion (dem Entzug?) von Psychopharmaka; Ideen sollen angestoßen werden, wie Klienten auf diesem Weg begleitet werden können. Auf grundsätzliche und alltägliche Kritik an den Medikamenten für die Psyche werden wir eingehen. Wege des Reduzierens, Ersetzens oder auch Absetzens werden erläutert. Die Erfahrungen der Kursteilnehmer*innen sind gefragt.

Trainer*innen: Thelke Scholz und Dr. Dr. Jann Schlimme

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